STERNENFELDER  I

von 

Joachim Koch und Hans-Jürgen Kyborg 

Seit mehr als 20 Jahren erregt ein Phänomen stärker und stärker die Gemüter vieler Menschen. Es sind die Kornkreise in den Feldern im Süden Englands, die dort in der Grafschaft Wiltshire immer wieder auf geheimnisvolle Weise erscheinen, so  im East Field, Alton Barnes, beim Windmill Hill in der Nähe von Avebury und bei Stonehenge. 

Abgesehen von den bekannten Fälschungen ist es bisher weder gelungen, die Urheber der echten, nicht durch Menschen, Tiere oder Naturgewalten entstandenen Kreise eindeutig zu identifizieren, noch die Art und Weise, in der sie hergestellt werden, mit den uns zur Zeit zur Verfügung stehenden Mitteln wissenschaftlich zu erklären. Gewissheit herrscht dagegen über die andauernden Versuche von Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen aus allen Bereichen der Gesellschaft, den Eindruck zu erwecken, die Kreise seien alle rein irdischen Ursprungs und sämtlich menschengemachter Betrug. Inzwischen sind sogar einst faszinierte Kornkreisforscher - auch in deutschen Forschungsgesellschaften - frustriert über die Ergebnislosigkeit eigener Untersuchungen in das Lager der ablehnenden Skeptiker und Debunker übergewechselt.

All' diesen ignorierenden und zerstörerischen Aktivitäten zum Trotz stempelte zumindest bis 1992 Jahr für Jahr eine uns noch unbekannte Intelligenz seine bislang unerklärlichen Zeichen in die Landschaft und bewies der Menschheit mit unnachahmlicher Schönheit in der Gesamtheit und Raffinesse im Detail seine Existenz. Sie bekundete damit, dass es ihr wichtig war, unsere Aufmerksamkeit zu erringen. Wir sollten uns mit den Kreisen beschäftigen, auch wenn in unserer so mühsam erarbeiteten, so argwöhnisch gegen jede Veränderung beschützten, kleinen Welt bisher kein Platz für sie war. 

Die erste, verständlich skeptische Frage, die dann auch immer gleich gestellt wird, wenn man über die Kreise spricht, lautet: "Woher weißt Du, dass sie echt sind?" Der Versuch, diese Frage zu beantworten, zeigt ziemlich schnell, ob der Frager/die Fragerin überhaupt an einer Antwort interessiert war oder sehr schnell abwinkt. Viele wünschen sich einen eindeutigen Katalog aufzählbarer, für sie nachvollziehbarer Eigenschaften, möglichst aus den Bereichen der uns bekannten Naturwissenschaften, deren Kombination für die scheinbar phantastische, nicht-irdische Entstehungsursache beweisend sein soll. Nun, Ansätze für solch einen Katalog gibt es, nicht zuletzt wegen der Forschungsergebnisse eines Dr. Levengood. Für die Beschreibung einer echten, nicht gefälschten Kreisformation ist das jedoch zu wenig, so wie es nicht ausreicht, einen Menschen nur nach seinem Äußeren zu beurteilen. 

Was es bedeutet, diesem Phänomen in jahrelanger Forschungsarbeit vor Ort auf die Spur zu kommen, haben wir in unserem Buch "Die Antwort des Orion"  geschildert. Begonnen als vorsichtiges Experiment, ist diese Forschungsreihe zu etwas geworden, das wir uns damals selbst in unseren kühnsten Träumen nicht vorzustellen wagten - zu dauerhafter Kommunikation mit einer Intelligenz, deren Ursprung wahrscheinlich nicht nur von dieser Erde ist. 

Im Sommer 1989 begannen wir mit der theoretischen Analyse des Kornkreisphänomens unter Verwendung des damals in Deutschland nur spärlich vorhandenen Text- und Bildmaterials. Sehr schnell erkannten wir die enorme Wichtigkeit der Kornkreise, denn außer ihrem mysteriösen Auftauchen waren uns viele der mit ihnen verbundenen Begleiterscheinungen, wie sie von Augen- und Ohrenzeugen berichtet wurden, im Rahmen unser langjährigen Forschungsarbeit zum sogenannten UFO-Phänomen bekannt. Als die Zahl der Publikationen anwuchs und schließlich Colin Andrews und Pat Delgado ihr erstes Buch veröffentlichten, waren wir endlich bei der Fülle von Informationen in der Lage, das Phänomen systematischer zu erforschen. 

Offensichtlich lag den Kreisen eine bestimmte Bedeutung zugrunde, wie so viele andere Forscher es auch erkannt haben. Jedoch konnte dazu bisher in keiner wissenschaftliche Fachdisziplin ein entscheidender Durchbruch erzielt werden. Die daher einzig übrigbleibende Erklärung für die Existenz und den Sinn der Kreise und Formationen in der äußerst eindrucksvollen und sehr schönen Landschaft Südenglands erschien uns zu sein: ein Kommunikationsversuch einer unbekannten Intelligenz. 

Nach Monaten harter Arbeit und gewissenhafter Analysen fanden wir in den Kreismustern einige Hinweise auf die Botschaft, die möglicherweise für uns alle bestimmt war. So verließen wir im Jahre 1991 unseren Lehnstuhl in Berlin und begannen, unsere Überlegungen mittels der vorgegebenen Kornkreiselemente durch experimentelle Arbeit vor Ort in den Feldern Wiltshires zu überprüfen. Dabei verwendeten wir ein den Menschen seit Urzeiten vertrautes Wissen: die Astronomie. Wir gingen von dem Grundgedanken aus, dass die Schöpfer der Kornkreise und wir, bei aller physischen und spirituellen Verschiedenheit, die gleiche Heimat haben - das Weltall. 

Wir müssen betonen, dass wir unsere Reisen nach England als private Untersucher durchgeführt haben und nicht für die Zwecke oder im Auftrag irgendeiner Organisation. So blieben wir stets offen für alle Dinge, die passieren könnten und standen nicht unter irgendeiner ideologisch- weltanschaulichen Inquisitionsfuchtel. Wir möchten auch herausstreichen, dass wir unsere Piktogramme, von denen wir jedes Jahr eines mit Erlaubnis des Farmers erstellten, nicht als "Fälschung" oder "Schwindelkreise" (engl.: hoax) betrachten, sondern als Experimentalformationen. 

Ohne jegliche Schwierigkeiten kamen wir damals sofort in Kontakt mit vielen der örtlichen Forscher und Farmer, und mit einigen von ihnen ist ein vertrauensvolles Freundschaftsverhältnis erwachsen. Wir wissen, dass dies absolut nicht zu den Selbstverständlichkeiten dort zählt, insbesondere nicht für uns als Deutsche. Von Anfang an hatten wir uns dazu entschlossen, im Hintergrund der Kornkreisszene zu bleiben, obwohl wir in den letzten Jahren immer wieder in die bedeutenden Ereignisse und positiven Aktivitäten in der Gegend um Avebury verwickelt wurden bzw. diese initiiert haben. Wir wollten es nicht riskieren, durch bestimmte negative Bestrebungen innerhalb der Kornkreisgemeinde, die vor einigen Jahren begannen, vergiftet zu werden. Glücklicherweise widerstanden wir den Versuchungen von Eitelkeit und Selbstüberschätzung und platzten nicht gleich mit jeder neuen Erkenntnis heraus. Dies hat unserer Arbeit zu einiger Anerkennung unter den "Locals", den örtlich Ansässigen, verholfen. Die Zeit gab uns recht. 

Zu Anfang der 90er Jahre fingen in England einige Leute an, eine ziemlich üble Suppe zusammenzubrauen und starteten damit ihre Kampagne gegen die Kornkreise und die mit ihnen beschäftigten Forscher. Als Folge davon wuchsen Misstrauen und Fälschertum an, die berühmte "Beckhampton Group", von der wir zwei der ausländischen Mitglieder waren, brach zusammen. Die Machenschaften der selbsternannten Entlarver und Desinformanden zeigten ihre Effekte innerhalb und außerhalb der Kornkreisszene, doch wir blieben davon unberührt und setzten unsere Arbeit fort - und erzielten kontinuierlich Resultate. 

Diese Kontinuität ist der Grund, nach vielen Jahren mit den derzeit vorliegenden Forschungsergebnissen jetzt endlich an die Öffentlichkeit gehen zu können. Viele haben die ersten Nachrichten vom Auftauchen der Kornkreise hoffnungsfroh begrüßt, jeder und jede auf seine und ihre eigene Art und Weise, ganz nach vorherrschender Neigung und Weltanschauung. Viele spürten, dass hier etwas Besonderes passiert. Viele lehnten das Kornkreisphänomen total ab, denn in ihrer Welt war bisher kein Platz für "übernatürliche Phänomene", alles musste eine erklärbare Ursache haben. 

Mit unseren Forschungsergebnissen können und möchten wir allen ein Zeichen der Hoffnung geben. 

Der einen Gruppe, die immer schon ahnte, dass da mehr in Universum existiert, als man ihr Glauben machen wollte, um sie zu ermuntern, sich auf ihrem Weg nicht beirren zu lassen. Der anderen Gruppe, damit sie sich in ihrer rational geprägten, scheinbar geordneten und erklärbaren Welt wieder auf ein Abenteuer freuen darf, auf eine Forschungsreise in eine größere Realität als die bisher bekannte. 

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